iPhone 4 – Review
Pünktlich zu Beginn des Wochenendes präsentieren wir euch das neue Flaggschiff von Apple: Das Apple iPhone 4. Optisch hat sich doch nun etwas getan, wenn auch nicht viel, aber last uns mal sehen, was das Smartphone alles zu bieten hat und ob es mit anderen Geräten mithalten kann!
Inhaltsverzeichnis:
1. Lieferumfang
2. Verarbeitung/ Bedienung
3. Hardware
4. Software
5. Musik-/ Video Player
6. Galerie
7. Internet
8. Grundfunktionen/ Sprachqualität
9. Fazit
1. Lieferumfang
Wie gewohnt kommt das iPhone in einer sehr schlichten Verpackung. Sie kommt schon fast etwas klein geraten daher und man kann kaum glauben, dass sich darin ein Handy befinden soll. Allerdings verfliegen sofort diese Gedanken, wenn man die Verpackung öffnet. Man stößt direkt auf das iPhone 4, welches den ganzen Platz der zur Verfügung steht, ausfüllt. Erst wenn man das Smartphone aus der Verpackung hebt, kommen Anleitungen und Zubehör zum Vorschein. Die weißen Kopfhörer sind bei Apple Standart, nur mit dem Unterschied, dass diese ein Mikrofon und Bedientasten für den Musik Player besitzen. Ein USB-Kabel, um es mit dem PC zu verbinden, liegt natürlich auch bei. Außerdem wird es für das Aufladen benötigt, denn mit dem mitgeliefertem Adapter, wird es ganz einfach zum Aufladegerät zusammen gesteckt.
2. Verarbeitung/ Bedienung
iPhone Unboxing/Review
Wie gewohnt präsentiert Apple das iPhone mit einer überragenden Qualität, mit der nur wenige Handys mithalten können. Im Gegensatz zu dem Vorgänger, dem iPhone 3Gs und Vorherige, sind die Kanten nun eckiger und somit das Design leicht verändert. An der Seite des Smartphones hält ein Aluminium-Rahmen alles zusammen. Außerdem ist dieser gleichzeitig die Antenne für das Mobilfunknetz, W-LAN und andere. Die Vorderseite ist sehr schlicht gehalten. Man sucht vergeblich nach einem Schriftzug des Herstellers, dafür sind lediglich ein einziger Knopf, die Hometaste, der Lautsprecher zum telefonieren und eine 0,3 Megapixel Kamera, die z.B. für Facetime oder Selbstportraits zur Verfügung steht, auffindbar. Der USB-Eingang ist an der Unterseite des iPhone 4′s verbaut, direkt daneben das Mikrofon und der Lautsprecher. An der linken Seite findet man eine Laut/Leise-Wippe sowie zwei Tasten für die Lautstärke. Die rechte Seite hat lediglich ein misteriöses Fach zu bieten, dass nur mit der Nadel aus dem Lieferumfang geöffnet werden kann. Darin kann man seine Micro-SIM einlegen. Zu guter letzt ist die Oberseite des iPhones dran, wo der 3,5mm Stereoanschluss sowie die Ein/Aus/Standby-Taste zu finden sind.
Auf der Rückseite ist die Kamera im linken oberen Eck verbaut. Direkt daneben eine LED-Lampe. Das Logo des Herstellers ist großzügig in Chrom unter dem Glas zu sehen. Weiter unten steht dann schließlich “iPhone” und ein paar Infos zu dem Gerät. Mit diesem Glas ist äußerste Vorsicht geboten! Leicht können Kratzer entstehen oder sogar im schlimmsten Fall das Glas komplett springen. Als befriedigend empfand ich die fettabweisende Beschichtung auf Vor- und Rückseite. Immer wieder kamen vor allem beim Entsperren die lästigen Streifen zum Vorschein.
Mit den Maßen 115,2 * 58,6 * 9,3 liegt es sehr gut in der Hand und ist mit einem Gewicht von 137g nicht zu schwer, obwohl es einem im ersten Moment so vorkommt.
Alles wirkt sehr hochwertig und ist auf jeden Fall ein Hingucker und zieht so einige neidische Blicke mit sich.
3. Hardware
Der 1 GHz A4 Prozessor von Apple selbst und die 512 MB Arbeitsspeicher lässt das Gerät unter iOS sehr flüssig laufen, es kommt so gut wie nie zu Rucklern. Der 3,5 Zoll große Display ist kapazitiv, natürlich Multitouchfähig und reagiert sehr gut auf Berührungen des Nutzers, des weiteren ist er sehr scharf dank der Retina-Technologie mit einer Pixelzahl von 960 x 460 Pixel bei 326 ppi und mehr als 16 Millionen Farben. Natürlich trägt auch der 3D-Engine einiges dazu bei.
Die Kamera schießt Fotos in einer Auflösung von 5 Megapixel und Filme können in HD aufgenommen werden. Ich empfehle auf iOS 4.1 upzugraden, da bei dieser Version die HDR-Funktion verfügbar ist, welche die Bilder noch einmal schärfer speichern lässt. Im großen und ganzem sind die Fotos befriedigend, ich habe schon bessere Aufnahmen von Handys gesehen. Seht euch zum Vergleich die Testfotos an! Alle gängigen Mobilfunkstandards sind verbaut, sowie ein GPS-Empfänger, W-LAN, Bluetooth 2.1 und die üblichen Umgebungslicht-, Annäherungs- und Beschleunigungssensoren. Als technisches “Highlight” verwendet Apple als erstes ein Gyroskop, welches eine 3 Dimensionale Lage des Geräts feststellen kann.
Der Akku hält verhältnismäßig sehr lange. Im Vergleich mit dem Galaxy S hält dieser bei gleicher Benutzung mehr als das Doppelte, teilweise sogar noch mehr. Aufgeladen wir er über USB oder mit dem zusammengebautem Aufladegerät. Das iPhone 4 gibt es in einer 16 GB und 32 GB Version zu kaufen, mittlerweile auch ohne Vertrag und auch ohne Simlock.
Ohne HDR (achtet auf den Himmel)
Testvideo: (Ihr könnt das Video in HD ansehen, verändert einfach unten die Einstellung, um die “echte” Qualität des Videos zu sehen)
4. Software
Apple greift natürlich wieder auf das eigens entwickelte Betriebssystem zurück: iOS. Die Software ist auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt und nicht allzu komplex. Im unteren Bereich findet man vier Kurzlinks die beliebig eingefügt werden können. Oben erstreckt sich ein schwarzer Balken über den Bildschirm indem Informationen wie das Netz, Uhrzeit, Akkustand und eine Skala für den Empfang stehen. Den Rest füllen Apps aus. Wenn man den Bildschirm nach rechts zieht, gelangt man schließlich zu weiteren. Der Zug in die entgegengesetzte Richtung führt nach dem Homescreen zur Suche, bei der man sein iPhone nach verschiedene Dinge durchsuchen lassen kann.
Endlich ist es auch möglich Apps zu Ordnen, in dem man sie in Ordnern unterbringen kann. Dazu muss man einfach eine App nehmen und auf eine Weitere ziehen, danach öffnet sich ein Feld indem diese eingefügt wird und schon hat man einen Ordner. Diesen kann man dann natürlich benennen wie man will.
Der App Store ist prall gefüllt mit unzähligen Apps. Leider wird für die meisten Geld verlangt, was teilweise ziemlich auf das Portemonnaie schlägt. Die einzigste Lösung ist der Jailbreak und anschließend die Installation von Installous. Wie ihr das machen könnt, findet ihr in unserer iOS-Sektion.
Die Syncronisation von Musik, Filme und Apps kann nur mit iTunes durchgeführt werden. Auch mit dem Betriebssystem kann man keine Widgets wie bei Android auf den Startbildschirm festlegen. Großes Manko! Lediglich die Aufnahmen mit der Kamera kann man über den Massenspeicher erreichen.
5. Musik-/ Video Player
Der legendäre Musikplayer von Apple ist weit verbreitet. Da er so gut in der Gesellschaft ankam, verwenden Hersteller wie Samsung einen ähnlichen Player.
Über die Funktion “iPod” gelangt man zu seiner Lieblingsmusik/ Videos. Alles ist klar strukturiert. Über Tabs, die sich unten am Display befinden, kann man festlegen wie man seine Musik hören will. Man kann sie nach Interpreten, Alben, Genres, Hörbücher oder gar seine eigene Listen ordnen. Die Videos bekommen dafür einen eigenen Link. Über Listen kann man dann schließlich auswählen, was man hören/sehen will oder man kippt das iPhone in die Vertikale und der Coverflow öffnet sich. Bequem kann man durch die Alben stöbern und sich das aussuchen, was man im Moment hören werden möchte. Auch die Suche ist über ein Feld, in dem man den Titel oder Interpret eingeben kann, möglich. Die Qualität des Sounds ist sehr, sehr gut, vor allem mit den richtigen Kopfhörern.
Videos sind da schon eher ein Problem. Zwar werden sie gestochen scharf wiedergegeben, allerdings finde ich den Bildschirm für einen Blockbuster, der sich meist über zwei Stunden erstreckt, etwas zu klein geraten. Man muss das Smartphone schon sehr nah an den Kopf halten, um jedes Detail zu erkennen und die Augen nicht zu überanspruchen.
6. Galerie
Wie schon der Musik Player wurde die Galerie schlicht aber funktional programmiert. Fotos sind mit wenigen Klicks leicht zu löschen, die Multitouchfunktion gewährt tiefen Einblick und auch leichtes Zoomen und mit dem Strich quer über das Display erscheint das nächste Bild. Auch hier ist es möglich, den Bildschirm zu drehen, indem man das Handy in die Vertikale ausrichtet.
7. Internet
Als Standardbrowser ist Safari auf dem iPhone 4 installiert. Der Seitenaufbau erfolgt sehr schnell und unmittelbar nach der Bestätigung der Website, vergleichbar mit dem Samsung Galaxy S. 7,2 MB pro Sekunde sind über HSDPA drinnen, im Upload 5,76 MB/s. Wem das nicht ausreicht, kann über W-LAN bis zu 300 MB/s durch W-LANn erreichen. Multitouch ist möglich und auch ohne Ruckeln durchführbar. “Copy and Paste”, also “Kopieren und Einfügen” funktioniert sehr genau und zuverlässig. Über eine Lupe kann man den Text spielend leicht nocheinmal vergrößern, um bessere Ergebnisse zu liefern. Allerdings zeigt sich nun beim Internetbrowser eine der größte Schwächen des iPhone 4′s: Das Smartphone besitzt kein Flash. Somit ist es nicht möglich auf speziellen Seiten Videos zu sehen, lediglich Videos von Youtube und ein paar andere Seiten können über den Quicktime-Player erreicht werden. Auch der Display ist für meine Verhältnisse etwas klein, um damit surfen zu können.
Update:
Mittlerweile ist es möglich Skyfire im Appstore für wenig Geld zu erwerben. Dieser Internetbrowser ermöglicht Flashvideos auf einem anderen Server auf das iPhone-Format zu streamen, und letzt endlich auch auf ihm anzuzeigen.
8. Grundfunktionen/ Sprachqualität
Über ein Tastenfeld kann man jede Telefonnummer eingeben. Dies geschieht sehr genau, d.h. man kann kaum eine andere Ziffer treffen. Gut finde ich auch, dass bei den Kontakten ganz oben die eigene Nummer angezeigt wird. Auch die Individualität der Kontakte ist atemberaubend. Viele persönliche Merkmale kann man hinzufügen, wie z. B. ein Foto oder die Adresse.
Klar und deutlich ist der Gesprächspartner am Ende der Leitung zu hören. Noch ein großes Plus ist Facetime. Über W-LAN kann man ein kostenloses Videotelefonat mit einem Freund, der auch ein iPhone 4 besitzt, tätigen.
9. Fazit
Qualität-Top aber Software teilweise ein Flop! Die Verarbeitung ist kaum zu toppen. Durch das hochwertige Glas und das echte Aluminium bekommt das Apple iPhone 4 seine spezielle Note. Die Hardware ist außerdem auch der Hammer! Keine Ruckler oder ähnliches und das iPhone hat auch einen der besten Touchscreens zu bieten. Allerdings muss man Abstriche bei der Software machen. Für manche mag es zwar überflüssig sein, aber mit Widgets kann man sein Handy erst so richtig aufpeppen. Das hat mir besonders beim iPhone gefehlt. Auch dass das Smartphone keine Flashunterstützung bieten kann, finde ich in der heutigen Zeit sehr beschämend. Ob das wohl am Schreit zwischen Adobe und Apple liegt? Nun ja, das ist ein anderes Thema. Ein weiterer Pluspunkt ist der App Store, der zwar teilweise teuer ist, aber trotzdem für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Auch der Musik/ Video Player hat mir sehr durch seine leichte Überschaubarkeit und Qualität zugesagt. Zu guter letzt möchte ich noch einmal den Preis ansprechen, der doch ziemlich in die Tasche schlägt. Apple ruft für die 16GB Version 629€ und für die 32GB Version 739€ auf. Am Ende sollte jeder für sich selbst entscheiden, ob ihm das Gerät diesen Preis wert ist.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Josh am 30. Oktober 2010 um 15:10 veröffentlicht und unter Review abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |
















vor 8 Monaten
Nice post. I learn one thing more difficult on different blogs everyday.